Stillstand ist der Tod – Change und Leadership

Victor Lucas

„… , geh voran bleibt alles anders“ singt Herbert Grönemeyer in seinem Song „Bleibt alles anders“. Diese Songzeile ist seit langem eines meiner Leitsätze und gleichzeitig mein alltäglicher Antrieb. Egal ob im Berufsleben oder im Privaten, die Dinge müssen in Bewegung bleiben. Das gilt für die grossen Zusammenhänge genauso, wie für kleine, alltägliche Dinge.

Die Komfort-Zone ein schleichender Tod?

Ja. Die Komfort Zone ist gemütlich. Die Dinge laufen wie sie sollen. Alles ist berechenbar weil gleichbleibend. Man muss nichts verändern. Alles ist gut. Die meisten von uns fühlen sich äusserst wohl in der Komfort-Zone. Genauso wie manch ein Unternehmen. Aber ist es da wirklich so gut? Ich denke da nur an manche Beziehung oder an das Verhalten einiger Marktführer. Wer zu lange in der Komfort-Zone verharrt, wird träge. Die „Reaktionszeit“ nimmt stetig ab, der Wille zur Veränderung schwindet. Neue Perspektiven bleiben verschlossen. Das kann in manchen Fällen lange sehr gut funktionieren. In den meisten Fällen aber kommt früher oder später das böse Erwachen. Im Privaten hat man sich eventuell vom Partner auseinander gelebt. In der Wirtschaft hat vielleicht die Konkurrenz entscheidende, innovative Schritte getan und Marktanteile dazu gewonnen.

Bewegung durch Change

Wie kommen die Dinge wieder in Bewegung? Wie verlässt man die Komfort-Zone? In den meisten Fällen, die ich bisher erlebt habe, treten zwei mögliche Situationen ein, in denen wir Menschen eine Veränderung einleitet. Entweder wird der Leidensdruck gross genug, dass man sich gezwungen sieht zu handeln. Oder aber ein „externer“ Faktor bzw. Entscheid zwingt einen zum Handeln. In beiden Fällen geschieht dies nicht in weiser Voraussicht oder aus einer bewussten Strategie heraus. (Unternehmen ticken in diesem Punkt genau gleich…). Das ist die Realität.

Der Idealzustand ist meine Meinung nach, wenn die nötige Bewegung durch einen ständigen Veränderungsprozess entsteht. Wir müssen den Status Quo jederzeit hinterfragen, uns gegebenenfalls neu orientieren, Visionen weiterentwickeln und uns neue Ziele stecken. Das klingt vielleicht im ersten Moment nach ständigem Leistungsdruck oder fortwährende Anstrengung. Das kann es manchmal durchaus sein. Wenn man aber ständig in Bewegung ist, erlebt man diesen Zustand als kontinuierlichen Fluss, der Leichtigkeit und Ruhe mit sich bringt.

Visionen und Ziele

Um einen Veränderungsprozess proaktiv anzustossen, braucht es eine Vision. Diese alleine reicht aber nicht, da sie zu abstrakt ist. Die Vision muss in konkrete Ziel „runter gebrochen“ werden, damit sie für die am Veränderungsprozess beteiligten Menschen greifbar (und später auch messbar) wird. In Unternehmen fällt diese Aufgabe den Führungskräften zu. Gute Leader zeichnen sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass sie Menschen nicht nur Visionen aufzeigen können, sondern mit ihnen gemeinsam draus konkrete Ziel formulieren können. Gemeinsam sollte dann auch der Weg dahin erarbeitet und Meilensteine definiert werden. Dieser Weg ist letztendlich die Bewegung, die ein Team, ein Unternehmen oder eine beliebige Gruppe von Menschen braucht, um voran zu kommen.

Auf dem Weg zum Ziel ist es sehr wichtig immer wieder einen „Boxenstopp“ einzulegen, zu schauen was man bisher erreicht hat und ob man immer noch auf dem richtigen Weg ist. Und natürlich ausgiebig das Erreichte zu feiern – in welcher Form auch immer…

Fazit

Wie gesagt: für mich persönlich bedeutet Veränderung, dass ich in Bewegung bin. Es tun sich deshalb in meinem Leben ständig neue Perspektiven auf, ich bin offen für neue Impulse. Leider erlebe ich vor allem im Arbeitsalltag den Stillstand der Komfort-Zone in den Köpfen mancher Leute – dummerweise nicht selten in Führungspositionen. Das macht nachdenklich…

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